Markisenarten

Bereits in der römischen Antike gab es ähnliche Sonnenschutzanlagen wie die heutige moderne Markise. Mitte des 18. Jahrhunderts errang die Markise in Frankreich zunehmende Popularität und verbreitete sich von dort aus. In der Folgezeit entwickelte sich die einfache Sonnenschutzbespannung zum absoluten High-Tech Produkt mit immer mehr technischen Neuerungen.

Der Begriff "Markise" leitet sich übrigens von dem französischen Wort für Adelsdame "Marquise" ab.

 

Gelenkarmmarkise

Gelenkarmmarkise

Die Gelenkarmmarkise gilt als der Klassiker unter Markisen. Hier halten und spannen die Gelenkarme das Markisentuch. Das Markisentuch ist auf der Tuchwelle aufgewickelt und wird über die Gelenkarme zwischen Tuchwelle und dem Ausfallprofil gespannt. Dabei werden die Gelenkarme über ein Seil bzw. eine Kette, die über eine Federmechanik gespannt ist, ein- und ausgefahren. 

Die Bedienung erfolgt über eine Handkurbel oder motorisierte Steuerungseinheiten. Die Gelenkarme werden ausgefahren und wickeln das auf der Tuchwelle aufgewickelte Markisentuch nach vorn aus. Da insbesondere bei sehr großen Markisen das Kurbeln im Laufe der Zeit zu anstrengend werden könnte, empfiehlt sich die Ausstattung mit Elektromotor.

Zusätzlichen Komfort bieten so genannte Sonnen- und Windwächter. Dabei handelt es sich um intelligente Steuerungsinstrumente, die Windgeschwindigkeit und Sonnenintensität über einen Sensor erfassen und ein automatisiertes Ein- bzw. Ausfahren veranlassen.

Bei vielen Modellen kann die Neigung der Markise an die Situation vor Ort bzw. den Stand der Sonne angepasst werden.

 

Offene Markise

Offene Gelenkarmmarkise

Wenn Gelenkarme, Tragkonstruktion und Markisentuch offen liegen und nicht gegen Witterungen geschützt sind, spricht man von einer offene Markise. Aufgrund dieser Beschaffenheit empfiehlt sich die Montage nur an besonders geschützten Standorten, wie z. B. unter einem  Dachvorsprung oder Balkon.

Optional können die meisten offenen Gelenkarmmarkisen mit einem Schutzdach versehen werden. Das Schutzdach bietet Schutz von oben. Diese Variante wird häufig im Gastro- oder Objektbereich verwendet.

Möchten bzw. können Sie die Markise (nur) an einem weniger gut geschützten Ort anbringen, sollte das Tuch im eingefahrenen Zustand über einen eigenen, ausreichenden Schutz verfügen.

In diesem Zusammenhang empfehlen wir eine besonders praktische Variante der Gelenkarmmarkise: Die Kassettenmarkise. Charakteristisch für Kassettenmarkisen ist, dass Markisentuch und Tuchwelle durch eine Kassette vor Wind, Wetter und Verschmutzungen geschützt werden. Unterschieden wird hier zwischen Halbkassetten- und Vollkassettenmarkisen.

 

Vollkassettenmarkise

Vollkassettenmarkise

 

Bei der Vollkassettenmarkise werden tatsächlich alle Teile der Markise komplett in eine rundum geschlossene Kassette eingefahren. Alle Teile sind also bestens vor Witterungseinflüssen oder unangenehmen Verunreinigungen geschützt. Außerdem verschwinden die einzelnen Teile in der Kassette und werden im eingefahrenen Zustand unsichtbar.

 

Halbkassettenmarkise

Halbkassettenmarkise

Wie der Name Halbkassette schon andeutet, handelt es sich bei dieser Variante um eine halbe Kassette, die an der Unterseite offen ist. Gelenkarme und Technik liegen also frei und sind von unten sichtbar. Das Markisentuch allerdings ist in einer Hülse eingekapselt und so vor Wind und Wetter geschützt.

 

Fallarmmarkise

Fallarmmarkise

Fallarmmarkisen bieten sich besonders zur Verschattung von Fenstern und Balkonen an. Sie werden über die Fallarme nach vorn ausgestellt. Über die an Wand oder Fenster befestigten Fallarme wird das eingerollte oder gefaltete Tuch herausgezogen und gespannt. Da sich die Fallarme in der Regel auf den Standrohren stufenlos verstellen lassen, ist fast jeder Neigungswinkel einstellbar. Fallarmmarkisen gibt es auch in der Kassetten-Variante, um das Markisentuch vor Witterungseinflüssen und Verschmutzung zu schützen.

 

Wintergartenverschattung

Wintergartenverschattung

Wer einen Wintergarten sein Eigen nennt, sollte unbedingt auf passenden Sonnenschutz achten. Denn bei starker Sonnenstrahlung heizt sich der Wintergarten sehr schnell auf und macht einen Aufenthalt darin auf Dauer nicht sehr angenehm.

In der Regel gilt eine außenliegende Beschattung als besonders effektiv, da sie die Sonneneinstrahlung abfängt, bevor sie auf die Verglasung trifft. So staut sich die Hitze gar nicht erst im Wintergarten auf.

Die klassische Variante der Außenbeschattung ist die Markise. Außen angebrachte Markisen werden oberhalb des Wintergartendaches angebracht. Im Gegensatz zu Terrassenmarkisen werden Wintergartenmarkisen über Laufschienen geführt, um eventuelle Beschädigungen am Glasdach zu vermeiden. Die Bedienung erfolgt ganz bequem über elektrische Bedienelemente.

 

 

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